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insektensticheDie Quälgeister können den schönsten Badetag verderben. So schützen Sie sich vor schmerzhaften Stichen

Gefährlich sind Insektenstiche in Mitteleuropa eher selten, aber lästig allemal. Wir geben Tipps, wie Sie sich Stechmücken, ­Bienen und Wespen vom Leib halten, und erläutern, was hilft, wenn sie doch gestochen wurden.

Mücken brüten sehr gern in Regentonnen oder Teichen. Sie werden in der Dämmerung aktiv. Decken Sie Regentonnen mit Fliegengaze ab. Sind Sie am frühen Abend draußen, schützen Sie sich am besten mit Kleidung, die Arme und Beine bedeckt. Die Plagegeister fliegen auf Fett- und Milchsäuren im Schweiß und möglicherweise auch auf Kohlen­­di­oxid aus der Atemluft. Je nach Zusammensetzung des persönlichen Dufts macht uns das unterschiedlich attraktiv für Stechmücken.

Mückenschutzmittel, sogenannte Repellents, halten die lästigen Insekten für vier bis acht Stunden auf ­Abstand. Sie enhalten die Wirkstoffe DEET oder Icaridin. „Für Kinder unter zwei Jahren, für Schwangere und stillende Mütter eignen sie sich allerdings nicht“, sagt Dr. Thomas Haug, Apotheker in Pforzheim. Alternativen sind beispielsweise ätherische Öle, die jedoch deutlich schwächer und kürzer wirken.

„Alle freien Körperstellen lückenlos einreiben, eventuell dünne Kleidungsstücke zusätzlich besprühen“, rät Haug. Repellents immer zuletzt auftragen – also nach Körper- und Sonnenmilch. Tipp: Bei einer Fernreise Mückenschutzmittel mitnehmen, da Präparate im Ausland risi­ko­reiche Wirkstoffe und Konzentratio­nen enthalten können.

Stechmücken injizieren beim Stechen Giftstoffe und Blutgerinnungshemmer. Diese verursachen die typischen roten, heftig juckenden Quaddeln. Auch wenn der Impuls zu kratzen groß ist, sollte man ihm möglichst nicht nachgeben, denn dadurch werden die auslösenden Substanzen nur noch weiter im Gewebe verteilt, und der Juckreiz verstärkt sich. Zudem besteht die Gefahr, dass Bakterien eindringen und sich die Einstichstelle entzündet. Besser ist es, die Stelle rasch zu kühlen. Antiallergische Salben lindern den Juckreiz. „Bei stärkeren Reaktionen kann auch eine Hydrocortisoncreme sinnvoll sein“, sagt Haug. Niedrig konzentriert gibt es sie rezeptfrei in der Apotheke. Sind Stiche stark gerötet oder entzündet, empfiehlt es sich, ein desinfizierendes Mittel aufzutragen.

Auf dem Land, in der Nähe von Kuhweiden oder Pferdekoppeln, gibt es auch Bremsen. Ihre Stiche sind schmerzhaft und schwellen oft stark an. Repellents halten die Tiere fern.

Süßes und Blütenduft ziehen Bienen wie Wespen an. Meiden Sie beim ­Baden oder Picknicken Plätze neben Papierkörben, Fallobst oder blühen­den Bäumen. Auch Parfüm, stark duf­­tende Shampoos und Körperlo­ti­onen können die Tiere anlocken.

Decken Sie Lebensmittel im Freien möglichst zu. Nähern sich Bienen oder Wespen, schlagen Sie nicht wild um sich. Die Insekten könnten sich sonst bedroht fühlen und zustechen. Nach einem Bienenstich entfernen Sie den Stachel mit Giftblase möglichst rasch, am besten mit einer Pinzette. Die Stiche können einige Tage lang schmerzen. Kühlen verringert die Schwellung.

Trinken Sie im Freien nicht direkt aus dunklen Flaschen oder Dosen. Füllen Sie die Getränke immer in Gläser, oder benutzen Sie einen Strohhalm. Sonst besteht die Gefahr, dass beim Schlucken ein Tier in den Mund gelangt und dort zusticht. Solche Stiche können lebensbedrohlich werden, wenn die Schwellung die Atemwege verengt. Erste Hilfe in diesem Fall: Eiswürfel lutschen und sofort den Notarzt rufen.

Achtung bei Insektengift-Allergie

Mehr als eine Million Menschen in Deutschland reagieren nach Angaben von Fachärzten auf Bienen- oder Wespengift allergisch.
„Wenn sich nach einem Bienen- oder Wespenstich am ganzen Körper Juckreiz entwickelt, typischerweise in den Achselhöhlen, im Genital- und Analbereich, ist das ein Alarmsignal“, sagt Pro­fessor Thomas Fuchs von der Universitätsmedizin Göttingen. Betroffene sollten einen Facharzt aufsuchen. Schon der nächste Stich könnte lebensbedrohliche Folgen haben.
Eine nachgewiesene Bienengift-Allergie kann der Arzt mit einer Immuntherapie behandeln. Patienten, für die diese nicht infrage kommt, sollten ein Notfallset mit sich führen, um bei einem allergischen Schock die Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes zu überbrücken.
14.09.2011, Apotheken Umschau, Bildnachweis: Thinkstock/Hemera

 

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