
Tipps für Frauen und Mädchen
Sommerzeit ist Badezeit. Doch gerade nasse Badekleidung begünstigt Infektionen. Einige Regeln helfen Frauen, vorzubeugen.
Rasch Kleidung wechseln
Warm, nass und feucht – diese Umgebung lieben Bakterien, denn unter diesen Bedingungen können sie sich optimal vermehren. Frauen und Mädchen, die nach dem Baden längere Zeit die nasse Badekleidung anbehalten, können sich so Infektionen der Blase oder der Vagina einfangen. Wer nach dem Baden schnell in trockene Kleidung wechselt, verringert das Risiko für Infektionen deutlich. Das gleiche gilt auch während der Menstruation: Tampons sollten nach dem Baden gewechselt werden, denn auch hier können Infektionen entstehen. Ansonsten ist das Baden während der Menstruation aber unbedenklich.
Regelmäßig Abduschen
Grundsätzlich ist nach dem Baden auch ein Abduschen sinnvoll – egal, ob man im Meer, Badesee oder in Chlorwasser gebadet hat. Gerade für den Intimbereich reicht ein Abduschen mit klarem Wasser aus. Duschgels und Reinigungsmittel stören die natürliche Schutzbarriere der Haut im Intimbereich und können Reizungen auslösen.
Baden in der Schwangerschaft
In der Schwangerschaft baden ist normalerweise kein Problem – im Gegenteil: Schwimmen hilft bei vielen Beschwerden wie Rückenschmerzen. Für Schwangere gibt es allerdings einige Hinweise:
- Bei verkürztem Gebärmutterhals, vorzeitigem Blasensprung oder Schwäche des Muttermundes besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko.
- Bei Schwindel oder Kreislaufproblemen Vorsicht walten lassen. Gerade bei Wärme und Hitze ist es wichtig, den Körper nicht zu überlasten.
- Harnwegsinfekte in der Schwangerschaft können einen vorzeitigen Blasensprung auslösen. Das Wechseln nasser Kleidung ist hier besonders wichtig.
Achtung bei Blaualgen
Für Schwangere auch wichtig zu wissen: Gerade in warmen Sommermonaten können sich Blaualgen (Cyanobakterien) in Gewässern bilden. Diese können Reizungen von Haut und Schleimhaut auslösen – das gilt besonders bei Schwangeren. Offizielle Badestellen werden regelmäßig auf Blaualgen kontrolliert. Wenn sich diese vermehren, gibt es eine Warnmeldung vor Blaualgen. Diese Warnung hilft, das Infektionsrisiko einzuschätzen.
Quelle: Frauenärzte im Netz
31.07.2026 Autor: Dr. med Tobias Höflein Bildrechte: mauritius images / Westend61 / Frederik Franz